Differentialtransport: Das praktische Naehlexikon

 
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Das praktische Naehlexikon : Differentialtransport


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Da man beim Nähen ja meist zwei Stofflagen zusammennäht ist es bei herkömmlichen Nähmaschinen meistens so, daß der untere Stoff, meist besser transportiert wird, als der obere, weil sich bei herkömmlichen Nähmaschinen unten ja der Transporteur für den Stoff befindet. Zwar kann man versuchen, durch das Stecken von Nähnadeln oder das Vornähen mit groben Stichen per Hand das Verziehen der Stoffe beim Nähen weitestgehend zu verhindern, doch meist gelingt dies nicht perfekt. Gerade dünne, rutschige oder stretchige Stoffe wellen sich meist trotzdem beim Nähen und bringen einen leicht zur Verzweiflung.
Mit einem Differentialtransport gehört das Verziehen der beiden Stofflagen beim Nähen der Vergangenheit an. Denn ein Differentialtransport bedeutet, daß die Maschine über zwei verschiedene Transporteure verfügt, einen für die obere Stofflage und eine für die untere. Beide Transporte lassen sich unabhängig voneinander in der Geschwindigkeit verstellen. Somit kann man den Transport beider Stofflagen beim Nähen so aufeinander abstimmen, daß diese gleich gut und schnell transportiert werden und es zu keiner Wellenbildung oder Verzerrung kommt.
Doch der Differentialtransport kann noch mehr: Möchte man eine Stofflage etwas mehr raffen als die andere, z.B. für das Einnähen von Ärmeln, dann kann die einzuhaltende Länge mit Hilfe des Differentialtransportes mehr gerafft werden, so daß es passt. Hierzu ist zwar etwas Übung erforderlich, aber es funktioniert.
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