Zunächst einmal ist es wichtig, alle Fenster ordentlich und gewissenhaft auszumessen.
Dann muß man sich entscheiden, ob man die Vorhänge raffen bzw. kräuseln möchte. Dafür gibt es spezielles Band, das man an der Oberseite der Stoffbahn gerade aufnäht und anschließend, nachdem man die durchlaufenden Schnüre auf einer Seite fest verknotet hat einfach auf der anderen Seite zieht. Die Gardine legt sich dann automatisch in Falten. Die Bänder gibt es in verschiedenen Ausführungen, je nachdem, wie stark man die Falten haben möchte. Den Stoff, der für die Falten benötigt wird muß man natürlich beim Stoffkauf mit einberechnen. Je nach Kräuselung braucht man dann das 1,5 bis zweifache der Stofflänge.
Als Alternative zum Kräuselband kann man sich auch einen sogenannten "Ruffler" anschaffen. Dies ist ein Spezial-Nähfuß, der den Stoff bei Nähen in Falten legt. Dies ist nicht nur zum Gardinen nähen praktisch sondern man kann ihn überall dort anwenden, wo Rüschen und Falten benötigt werden, z.B. beim Nähen von Dirndln oder zum Auskleiden von Kinderwiegen und für Betthimmel bei Kinderbetten und Stubenwagen.
Meist hat der Ruffler die Möglichkeit, daß man die gewüschte Faltenmenge bzw. den Abstand mit Hilfe eines kleinen Drehrädchens einstellt.
Aufhängung:
Um Gardinen aufzuhängen gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- mit Röllchen die in dafür vorgesehene Schienen geklemmt werden, die Gardinen lassen sich damit leicht hin- und herschieben
- mit Stoff-Schlaufen die auf die Gardinenstangen gefädelt werden
- mit Metallösen für Gardinenstangen oder Seilsysteme, diese werden einfach in den Stoff geschlagen
- Drahtseil-Systeme statt Gardienenstangen, diese können auch mit an Ringen befestigten Krokodilklemmen bestückt werden, an die man die Gardinen und Schals einfach anklemmt
- Schiebegardinen bestehen aus festem Stoff den man nicht zusammenschieben kann
